Die diesjährige Jahreshauptversammlung der Offiziersgesellschaft Oberösterreich fand am 26. Mai 2026 an der Heeresunteroffiziersakademie (HUAk) in ENNS im Hörsaal „Feldwebel Anton SCHMID“ statt. Die Begrüßung der zahlreich erschienenen Mitglieder und Gäste erfolgte durch die beiden Vizepräsidenten der Offiziersgesellschaft Oberösterreich, Obstlt MMag. Detlef WIMMER, MPA MSc, und Mag. Michael HUBMANN.

Bereits vor Beginn der Jahreshauptversammlung hielt Brigadier Mag. (FH) Klaus KLINGENSCHMID einen vielbeachteten Vortrag zum Thema „Kaderausbildung 2032+“. Dabei zeichnete er ein umfassendes Bild über den Wehrwillen in der österreichischen Gesellschaft, analysierte die Ableitungen aus dem modernen Gefechtsbild und zeigte den daraus resultierenden Handlungsbedarf für die zukünftige Ausbildung des Bundesheeres auf. Besonders hervorgehoben wurde die Notwendigkeit einer Weiterentwicklung der Kaderausbildung, die nach seinen Ausführungen auch eine Verlängerung des Grundwehrdienstes sowie die Wiederherstellung einer nachhaltigen Übungsfähigkeit erforderlich macht.

Im Rahmen der Veranstaltung würdigte Militärkommandant Brigadier Mag. Dieter MUHR, MBA, die wichtige wehrpolitische Arbeit der Offiziersgesellschaft Oberösterreich. In seinen Dankesworten betonte er die Bedeutung der Offiziersgesellschaft als verlässliche Stimme in sicherheits- und verteidigungspolitischen Fragen sowie als wichtiger Multiplikator für die Anliegen der umfassenden Landesverteidigung.

Besondere Anerkennung für den fundierten und zukunftsweisenden Vortrag sprach auch Brigadier i.R. Erwin SPENDLINGWIMMER aus. Er würdigte die fachliche Qualität der Ausführungen von Brigadier Klingenschmid und hob deren Relevanz für die zukünftige Entwicklung des Österreichischen Bundesheeres hervor.

Die Jahreshauptversammlung bot den Teilnehmern nicht nur die Möglichkeit zur Erörterung vereinsinterner Angelegenheiten, sondern auch einen wertvollen sicherheitspolitischen Gedankenaustausch zu aktuellen Herausforderungen und zukünftigen Entwicklungen im Bereich der Landesverteidigung.

Beim anschließenden kameradschaftlichen Beisammensein nutzten die Teilnehmer die Gelegenheit zum persönlichen Austausch und zur Vertiefung der diskutierten Themen. Bei kühlen Getränken und einer kleinen Stärkung fand die gelungene Veranstaltung einen würdigen Ausklang.