Sehr geehrte Kameradinnen und Kameraden, sehr geehrte Leserinnen und Leser!

Ein Thema zieht sich wie ein roter Faden durch die aktuelle Ausgabe des Offiziers: Personal und Personalgewinnung. Kaum ein Beitrag kommt ohne diesen zentraen Aspekt aus, und das zeigt, wie sehr die Frage nach Menschen, Motivation und Nachwuchs über die Zukunft unseres Bundesheeres entscheidet.

Wir beleuchten das Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln. So finden Sie in dieser Ausgabe Analysen zu Mobilmachungsstärken Europas im historischen Vergleich ebenso wie Überlegungen zur Unternehmenskultur des Bundesheeres – ein Bereich, in dem die Traditionspflege fest verankert ist. Das Militärkommando Oberösterreich stellt Initiativen vor, mit denen junge Menschen für den Wehrdienst begeistert werden sollen. Zwei Handelsakademien boten im Rahmen der „Sicherheitstage“ Einblicke, wie die Idee der Umfassenden Landesverteidigung und sicherheitspolitische Überlegungen aktiv in den Schulalltag integrieren lassen. Und im Interview mit Oberst Fleischmann, der nach über zwanzig Jahren das Akademikerbataillon verlässt, wird deutlich, wie sehr Führungspersönlichkeiten das Bild des Bundesheeres prägen.

Ein weiterer Baustein für Personalgewinnung und Motivation sind großangelegte Übungen. Mit der Wald4tel25 hat die Theresianische Militärakademie 2025 eine Schieß- und Lehrübung durchgeführt, die ganz im Zeichen des modernen Gefechtsfeldes stand – und doch an Techniken erinnert, die vielen noch aus der Zeit des Kalten Krieges vertraut sind. Klassische militärische Einsatzarten, robuste Abläufe und die Ausrichtung auf Landesverteidigung: All das unterstreicht, dass sich das Bundesheer auf Fähigkeiten zurückbesinnt, die angesichts der aktuellen geopolitischen Lage wieder an Aktualität gewinnen.

Dazu passend finden Sie Beiträge zum Aufbauplan 2032+ aus Sicht der Luftstreitkräfte sowie eine Analyse des NATO-Gipfels in Den Haag, die Europas Schwächen in der Verteidigungsbereitschaft verdeutlicht. Das Titelbild dieser Ausgabe – die Abwehrbereitschaft während der Wald4tel25 – steht sinnbildlich für die Herausforderungen, die vor uns liegen. Europa wie auch Österreich haben noch Schritte zu gehen, um auf künftige Bedrohungen vorbereitet zu sein.

Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre und danke allen, die durch ihre Beiträge, Erfahrungen und ihr Engagement diese Ausgabe bereichert haben.

Mit kameradschaftlichen Grüßen,

Mjr Dr. Anna Kaiser
Chefredakteurin

Zur Ausgabe 3/2025

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